Pillar Guide 2026

OTRS-Forks und Nachfolger 2026

Die OTRS Community Edition wurde 2021 eingestellt, ihr offenes Ökosystem lebt jedoch in eigenständigen Projekten weiter. Diese Übersicht ordnet OTOBO, Znuny und KIX anhand des strukturierten Open-ITSM-Hub-Datensatzes ein und zeigt, welche Fragen vor einer Migration beantwortet werden müssen.

Was ist ein OTRS-Fork?

Ein Fork übernimmt einen vorhandenen Codebestand und entwickelt ihn als eigenes Projekt weiter. Gemeinsame Herkunft bedeutet daher nicht, dass Releases, Oberflächen, interne APIs oder Erweiterungen dauerhaft identisch bleiben.

Der Hub führt die OTRS Community Edition als inaktives, 2001 gestartetes Legacy-System unter GNU GPL v3.0. Die aktiven Nachfolger besitzen eigene Maintainer, Lizenzentscheidungen und technische Roadmaps.

Aktive Forks im Überblick

KIX

KIX (formerly KIX4OTRS) is a service management platform that evolved from OTRS. Developed by cape IT GmbH, it focuses on IT asset management, CMDB integration, and professional ITSM workflows. KIX offers both a classic Perl-based version and a newer KIX 18 rewrite.

Lizenz
GNU AGPL v3.0
Architektur
LAMP
Paketformat
.opm
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O-Fork

O-Fork (also styled OFORK) is an AGPL-3.0 open-source ticket and service-management system in the OTRS lineage. Its public repository dates from October 2025, while the project describes a history reaching back to 2018.

Lizenz
GNU AGPL v3.0
Architektur
Linux, Apache/mod_perl, Perl, MySQL/MariaDB/PostgreSQL/Oracle
Paketformat
.opm
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OTOBO

OTOBO is a community-driven open-source helpdesk and ITSM system, forked from OTRS Community Edition by Rother OSS GmbH. It features native Docker support, Elasticsearch-powered full-text search, Redis caching, and a growing ecosystem of add-on packages.

Lizenz
GNU GPL v3.0
Architektur
LAMP / Docker (MariaDB, Elasticsearch, Redis, Nginx, Gazelle)
Paketformat
.opm
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Znuny

Znuny is the community-driven continuation of the OTRS Community Edition, maintained by Znuny GmbH. It provides a full-featured IT Service Management platform supporting ITIL processes, a powerful Generic Interface for integrations, and an extensive package ecosystem.

Lizenz
GNU AGPL v3.0
Architektur
LAMP (Linux, Apache, MySQL/MariaDB/PostgreSQL, Perl)
Paketformat
.opm
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Auswahlkriterien für einen OTRS-Nachfolger

  • Betrieb: klassische LAMP-Installation, Container-Stack, Backup, Monitoring und vorhandenes Know-how.
  • Lizenz: Pflichten von GPL oder AGPL und die Regeln für eigene Erweiterungen prüfen.
  • Ökosystem: benötigte .opm-Pakete, Skins, Integrationen und deren Zielversionen inventarisieren.
  • Support: Community, Dienstleister, SLAs und verantwortliche Maintainer bewerten.

Migrationscheck in sechs Schritten

  1. Ausgangsversion, Datenvolumen und Betriebsabhängigkeiten dokumentieren.
  2. Pakete, Kernel-Anpassungen, Templates und Datenbankänderungen erfassen.
  3. Webservices, E-Mail, SSO, LDAP, Jobs und Reporting in eine Testmatrix aufnehmen.
  4. Testmigration mit anonymisierter Produktionskopie durchführen.
  5. Fachliche und technische Abnahmekriterien messen.
  6. Cutover, Backup, Rückfallplan und Schulung festlegen.

Direkte OTRS-Fork-Vergleiche

Häufige Fragen zu OTRS-Forks

Welche aktiven OTRS-Forks führt der Open ITSM Hub?

Im strukturierten Datenbestand sind OTOBO, Znuny und KIX als aktive Systeme mit Herkunft aus der OTRS Community Edition erfasst.

Ist die OTRS Community Edition noch aktiv?

Nein. Der Hub-Datensatz führt sie als 2021 eingestelltes Legacy-System. Aktive Forks pflegen eigenständige Codebasen und Releasewege.

Sind .opm-Pakete zwischen den Forks kompatibel?

Nicht automatisch. Gemeinsames Paketformat und gemeinsame Herkunft ersetzen keine Prüfung von Framework-Version, internen APIs, Templates und Abhängigkeiten.

Wie wählt man einen OTRS-Nachfolger aus?

Mit einem dokumentierten Anforderungskatalog und Testmigrationen, die Daten, Pakete, Prozesse, Schnittstellen, Berechtigungen und Betrieb realistisch abdecken.

Sie starten ohne OTRS-Bestand? Der Pillar Open-Source-Ticketsysteme erweitert die Auswahl um Systeme außerhalb der OTRS-Familie.